Am 15. Juni 1908 gründete Theodor Luther im Alter von 26 Jahren nur einen Tag nach der Hochzeit mit seiner Frau Minna die Fleischerei Luther in Neustadt bei Coburg in der Marienstraße. Er hatte das Fleischerhandwerk zuvor in Sonneberg erlernt. 1911 legte er vor der Handwerkskammer zu Coburg seine Meisterprüfung ab und war damit der erste Fleischermeister Neustadts. Bereits im Jahr 1930 wurde neben dem Ladengeschäft mit der Herstellung von Wurstkonserven begonnen, so auch mit unseren heute immer noch überaus beliebten und bekannten Fränkischen Saftwürstchen in der Dose.
Firmenchronik - wir über uns:
Theodor Luther GmbH  *  Fränkische Wurst- und Schinkenerzeugnisse  *  96465 Neustadt bei Coburg
Sohn Franz Luther wurde 1914 geboren und erwarb seine Fachkenntnisse unter anderem an der Fleischerschule in Berlin und in der Wehrmachtsküche und brachte diese mit großer Begeisterung in das elterliche Geschäft ein. Franz' Bruder Paul, Jahrgang 1921, kehrte auf Drängen des Bruders vorzeitig vom Studium der Volkswirtschaft in Erlangen zurück, um ins Geschäft einzutreten. Unter Mitwirkung der Ehefrauen Marianne und Elfriede bauten die beiden Brüder das Geschäft damals bereits immer weiter aus und verschiedene Großhandelskunden konnten dazu gewonnen werden.Lieferfahrten nach Düsseldorf, Frankfurt am Main und München wurden regelmäßig mit eigenem Lieferfahrzeug unternommen. Dabei wurden vor allem die Luther-Bratwürste und der Fränkische Kernschinken bekannt gemacht.
Noch nach dem Willen und der Planung des Vaters erfolgte im Frühjahr 1956 der Um- und Ausbau des Ladengeschäftes nach den damaligen neuesten Anforderungen und auch die Betriebs- und Produktionsräume wurden modernisiert. Die Fleischerei stand damals schon im Hinblick auf Technik an der Spitze der Neustadter Metzgereien. In dieser Zeit waren immerhin bereits etwa 14 Angestellte neben den Familienmitgliedern beschäftigt. Als Theodor Luther 1955 plötzlich verstarb, lag die Geschäfts- führung bereits sicher in den Händen seiner beiden Söhne.
1968 wurde der neu gebaute moderne Produktionsbetrieb in Neustadt, am Moos, eingeweiht. Der Neubau hatte sich mit der bundesweiten Belieferung der Wienerwald-Restaurantkette mit Rostbratwürsten erzwungen. Mit modernsten Koch- und Räucheranlagen und großzügigen Kühlräumen wurde sodann der Großhandel weiter ausgebaut. Mit einem weiteren Umbau des Ladengeschäfts in der Marienstraße entstand 1985 ein neuer, zeitgemäßer Laden.
Dieser Zulassung gingen weitere grundlegende Baumaßnahmen Am Moos voraus. Grund für die EU-Zulassung war damals die frühestmögliche Erfüllung der verschärften EU-Hygienerichtlinien, gefordert von namhaften Lieferkunden. Stärker denn je konzentriert sich das Familien- unternehmen in den vergangenen Jahren auf den regionalen Markt, hinsichtlich Rohmaterialbezug ebenso wie hinsichtlich des Absatzmarktes.
Theodor und Minna Luther (links) in ihrem ersten Ladengeschäft
Michaela und Ralf Luther im Laden-Hauptgeschäft in der Marienstraße
Der moderne EU-Produktionsbetrieb in Neustadt, Am Moos
Franz Luther (rechts) mit seinen Fleischergesellen
Christian Luther bei der Kontrolle der Salami-Reifung
Paul Luther mit seinem ersten Lieferwagen
Bereits 1991 stand wieder eine große Erweiterung an, diesmal in Form eines großen Anbaus am Produktionsbetrieb am Moos. Hier waren nun weitere großzügige Kühl- und Arbeitsräume entstanden, die mit Ausrichtung auf kommende EU-Anforderungen einen optimalen Betriebsablauf und Warenfluss mit den gestiegenen Wurst- und Schinkenmengen garantierten. 1996 wurde in die dringen notwendig gewordene Vergrößerung des Laden-Hauptgeschäftes in der Marienstraße investiert. Nach umfangreichen tiefgreifenden Umbaumaßnahmen konnten wir am 25. Juli 1996 eine tolle Wiedereröffnung feiern, kurz bevor Altmeister Franz Luther leider verstarb. Als erster Fleischwarenbetrieb im Landkreis Coburg erhielten wir 1997 die EU-Zulassung für unseren Betrieb durch die Regierung von Oberfranken.
Am 1. Januar 1989 übernimmt Paul's Sohn Ralf Luther den elterlichen Betrieb als Geschäftsführer der zeitgleich umgegründeten Theodor Luther GmbH in der dritten Generation. Auch Ralf hat das Fleischerhandwerk von der Pike auf gelernt. Er legte nach verschiedenen Praktikas in anderen Fleischwarenbetrieben und nach erfolgreichem Abschluss der Fleischtechniker-Prüfung in Kulmbach 1983 die Meisterprüfung im Fleischerhandwerk vor der Handwerkskammer Schwaben in Augsburg ab. Unterstützt von seiner Ehefrau Michaela wurde die Firma weiter ausgebaut. Zweifelsohne begünstigt auch durch die Grenzöffnung konnten zahlreiche neue Kunden hinzugewonnen und weitere Fachgeschäfte als Filialen eröffnet werden, so z.B. die eigenen Geschäfte in Hildburghausen (Thüringen) sowie in Rödental.
Die beiden Töchter von Franz Luther begannen in den 60er Jahren beide eine Lehre im elterlichen Betrieb. Gisela blieb bis zu ihrer Pensionierung im Mai 2003 als mitverantwortliche Fachkraft im Ladenhauptgeschäft in der Marienstraße dem gewachsenen Unternehmen treu.
Bereits 2003 begann die vierte Familiengeneration in die traditionsreichen Fussstapfen zu treten: Christian Luther absolviert eine Fleischerlehre im elterlichen Betieb, die er als Prüfungsbester mit hervorragenden Leistungen abschließt. Nach halbjährigem Praktikum an der Fleischerschule zu Augsburg legte er dort seine Meisterprüfung ab und wird wiederum als Prüfungsbester mit dem bereits zweiten Staatspreis ausgezeichnet. Nach einigen Praktika in anderen Fleischwarenbetrieben und nach erfolgreichem Abschluss der Fleischtechniker-Ausbildung in Kulmbach ist auch Christian heute fest im Betrieb mit integriert. Im Januar 2005 verstarb unser Senior Paul Luther, der dem Unternehmen noch bis 2003 mit Rat und Tat zur Seite stand. Im Juni 2008 feierten wir gemeinsam mit unseren Kunden das 100- jähriges Firmenbestehen mit einem großen Fest und Tag der offenen Tür. Mit einem beachtlichen Personalstamm von über 50 Mitarbeitern blicken wir mit Dankbarkeit und Stolz auf eine über 100-jährige Firmengeschichte zurück.
... weil ... weil ´ s schmeckt! ´ s schmeckt!
aus dem
Coburger Land
Fränkische Wurst- und
Schinkenerzeugnisse